Mittwoch 01. Juli 2020

Interview mit Husqvarna-Geschäftsführer Hans-Joachim Endress

Der GMVD hat sich mit Hans-Joachim Endress, Geschäftsführer von Husqvarna über die aktuelle Situation vor, während und nach dem Coronavirus-Lockdown unterhalten. Die Führungskraft des GMVD-PREMIUM-Partners spricht im exklusiven Interview über glückliche Umstände, neue Herausforderungen sowie über die Bedeutung und Zukunft des autonomen Mähens und berichtet dabei über Projekte, Strategien und Ziele von Husqvarna im Golfmarkt.

Wie hat Husqvarna die Wochen während der Coronavirus-Krise im Allgemeinen erlebt?

Hans-Joachim Endress: Es war zunächst eine Herausforderung, sich auf eine für alle Beteiligte neue Situation einzustellen. Viele Mitarbeiter von Husqvarna haben sehr bald aus dem Homeoffice gearbeitet, was dank guter technischer Voraussetzungen auch relativ reibungslos funktioniert hat. Zunächst waren wir etwas skeptisch, wie sich diese neue Situation auf unser Geschäft und auf die Händler auswirken wird. Da wir in einer Branche arbeiten, die viel mit dem Thema Garten zu tun hat, kam es dann zum Glück doch anders als gedacht. Viele Bürger waren während der Corona-Pandemie zu Hause im eigenen Garten, haben dort investiert und sich mit der Anschaffung neuer Gartengeräte auseinandergesetzt. Wir sind den Umständen entsprechend gut durch diese Krise gekommen.

Gibt es in der neuen Situation nach der Wiedereröffnung der Golfclubs veränderte Herausforderungen für Ihre Firma?

Endress: Nein, das hat sich für uns nicht verändert. Wir haben zahlreiche Produkte in der Pipeline, die bereits vor der Corona-Pandemie entwickelt worden sind und nun umgesetzt werden. Viele weitere Golfclub bezogene Projekte die schon vorher gestartet waren, werden konsequent weiter geführt.

Wie beobachten Sie den Golfmarkt im Speziellen?

Endress: Im Sport lag unser Hauptaugenmerk bisher stark auf dem Fußball. Dort haben wir namhafte Partner, die unsere Mähroboter einsetzen. Im Golfmarkt stehen wir mit Husqvarna erst am Anfang, auch wenn wir bereits vor vielen Jahren erste sehr erfolgreiche Projekte, wie beispielsweise mit dem Golfclub Stenerberg, umgesetzt haben. Im Golfbereich waren wir bisher auch stark auf den Flächen außerhalb der eigentlichen Spielbahnen aktiv, wie beispielsweise in Bereichen der Außenflächen der Gastronomie. Dies waren, neben zahlreichen Events die wir unterstützt haben, auch ein Bereich bei der für uns wichtigen Zielgruppe des Golfspielers präsent zu sein. Generell sehen wir aber einen Trend , dass aufgrund der vielen Vorteile, die Anzahl der auf dem Golfplatz laufenden Husqvarna Mähroboter stark ansteigt.

Welche Produkte bietet Husqvarna für Golfanlagen an und welche neuen Projekte sind zu erwarten?

Endress: Es gibt einige große Projekte in Deutschland, die schon länger laufen. Darunter Automower, die teilweise schon komplette Golfplätze mähen. Und weitere Mähroboter, die nur für einzelne Bahnen eingerichtet sind. Wir sind an immer mehr Projekten mit Golfplätzen dran, die unsere Automower einsetzen und testen. Wir haben neue Technologien entwickelt wie zum Beispiel EPOS, ein hochpräzises Satellitennavigationssystem für Profi-Automower, das ohne Begrenzungskabel und mit Referenzstationen arbeitet. Wir werden in den nächsten Jahren auch weitere Entwicklungen präsentieren und unser Portfolio erweitern, um die Bedürfnisse auf Golfplätzen noch besser zu bedienen.

Welche Ziele und Strategien verfolgen Sie im Golfmarkt?

Endress: Neben unserem Hauptgeschäft mit Mährobotern für den Privatkundenbereich gehört ganz klar zu unserer Strategie und zu unserem Ziel, immer stärker in den Bereich der professionellen Rasenpflege einzusteigen und die dafür nötigen Produkte anzubieten. Wir bieten zum Beispiel Golfplätzen spezielle Mähroboter-Pakete an, bei dem pro Quadratmeter gemähten Rasen bezahlt werden muss. Je nach Paket ist alles enthalten, sei es die Installation, der Messerwechsel oder andere Services rund um das Thema Wartung und Reparatur.

Welche Vorteile ordnen Sie dem Thema autonomes Mähen generell zu?

Endress: Langfristig sehen wir das automatische Mähen als etwas Wegweisendes. Am Beispiel Golf ist zu beobachten, dass es immer schwieriger wird, qualifiziertes Personal für eine gute Pflege von Golfplätzen zu finden. In diesem Bereich kommt automatisiertes Mähen ins Spiel. Es geht dabei nicht darum, im Golfbereich Personal abzubauen und weniger Leute im Greenkeeper-Team zu beschäftigen. Vielmehr ist der Gedanke, dass sich Greenkeeper um wichtigere Dinge wie das Schneiden von Hecken oder die Pflege anderer Bereiche des Platzes kümmern können. Es geht darum, zu entlasten und Freiräume für andere Arbeiten zu schaffen. Ich glaube, dass in den nächsten Jahren in diesem Bereich sehr viel passieren wird. Wir sind dafür gut aufgestellt, um im Golfbereich künftig stärker zu unterstützen.

Wie haben Sie den Golf Management Verband Deutschland (GMVD) vor, während und nach der Corona-Krise als wirtschaftlichen Partner von Husqvarna wahrgenommen?

Endress: Der Golf Management Verband Deutschland war aus unserer Sicht immer sehr präsent, vor allem digital. Viele Veranstaltungen konnten zwar wegen der Corona-Pandemie vor Ort nicht stattfinden, aber die digitale Präsenz war auf der Gegenseite beim GMVD sehr hoch. Nach wie vor ist der GMVD ein starker und wichtiger Partner für Husqvarna, gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Digitale Angebote wie zum Beispiel den GMVD-Partnernewsletter konnten wir für uns sehr gut nutzen.

Das Gespräch führte Robert M. Frank

Anmerkung und Empfehlung des GMVD: Im Sinne des Tierschutzes, insbesondere nachtaktive Kleintiere wie Igel, Frösche, Kröten etc. die Automower nur tagsüber einsetzen. Herzlichen Dank!

Hans-Joachim Endress (Quelle: Husqvarna)

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